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	<title>Kulturelle Unterschiede Archive - travelspotting</title>
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	<description>Travel Blog mit Tipps und Hinweisen zu Reisezielen auf der ganzen Welt</description>
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		<title>Fliegen in Indien</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Eva]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 Dec 2017 15:57:59 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>In einem riesigen Land wie Indien ist Fliegen definitiv die schnellste Möglichkeit voranzukommen. Flughäfen werden in großer Anzahl gebaut, der Markt wächst seit Jahren konstant. Dennoch gibt es ein paar Dinge zu beachten. Manches funktioniert hier völlig anders. Flughäfen in Indien Die Flughäfen in Indien sind weitestgehend organisiert wie alle Flughäfen weltweit. Es gibt Restaurants,&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>In einem riesigen Land wie Indien ist Fliegen definitiv die schnellste Möglichkeit voranzukommen. Flughäfen werden in großer Anzahl gebaut, der Markt wächst seit Jahren konstant. Dennoch gibt es ein paar Dinge zu beachten. Manches funktioniert hier völlig anders.</strong></p>
<h2>Flughäfen in Indien</h2>
<p>Die Flughäfen in Indien sind weitestgehend organisiert wie alle Flughäfen weltweit. Es gibt Restaurants, Cafés und Einkaufsmöglichkeiten. Das funktioniert alles recht gut inzwischen. Innerindische Flüge haben extrem hohe Wachstumsraten. Überall werden neue Flughäfen gebaut, das innerindische Fliegen steht trotz allem erst noch am Anfang, der Markt wird extrem weiter wachsen. Sowohl Gäste als auch Personal werden immer professioneller, routiniert und ans Fliegen gewöhnt.</p>
<h2>Vor Abflug: Kontrolle vor den Flughäfen und Beschränkungen</h2>
<p>Vor den Flughäfen stehen immer sehr viele Leute rum. Das ist normal in Indien, ich habs noch nie anders erlebt.</p>
<p>Am Eingang zum Flughafen wird gründlich kontrolliert. Man muss sein Flugticket vorzeigen, den Pass und darf den Flughafen nur betreten, wenn man innerhalb der nächsten vier Stunden abfliegt. In Goa hatten wir einen Mitternachtsflug, hier hatte sich im Verlauf des Tages eine lange Schlange angesammelt. Wir musste so mindestens eine halbe Stunde anstehen um den Flughafen überhaupt betreten zu dürfen.</p>
<p>In Mumbai mussten wir mehrere Stunden vor dem Flughafengebäude sitzen. Wir kamen im nationalen Terminal an, mussten den Terminal wechseln (der nationale und internationaler Terminal in Mumbai liegen mehrere Kilometer auseinander) und es war zu früh, also mehr als vier Stunden vor Abflug, um den internationalen Terminal zu betreten. Es blieb uns so keine andere Möglichkeit als davor zu warten. Wenn man Glück hat kommt man in einem Café unter. Auch das ging für uns nicht, das Café war geschlossen.</p>
<p>Wenn man einmal im Terminal ist, gibt es keinen Weg mehr heraus. Ausgänge gibt es nicht, an den Eingängen stehen Sicherheitskräfte, die einen nicht wieder herauslassen. Einige Raucher fanden das nicht so toll. Man kann sich auch nicht von jemandem verabschieden, der nicht abfliegt.</p>
<h2>Gepäck vor Check-In kontrollieren lassen Handgepäck wird nur abgestempelt akzeptiert</h2>
<p>Das Check-In Gepäck (also alles außer Handgepäck) wird schon vor der Abgabe erstmals kontrolliert. Man muss zum Gepäckscanner der eigenen Airline (sieht aus wie der Scanner fürs Handgepäck). Hier wird das Gepäck gescannt und am Ende fest verschlossen mit so einer Art Siegel (tatsächlich ein Plasikhaken mit einem Aufkleber der Airline herum). Man würde jedoch sehen, wenn das Siegel geöffnet wird. Nur so wird das Gepäck beim Check-In angenommen, anders nicht.</p>
<p>Bei Buchungen mit einer ausländischen Kreditkarte kann man keinen Online Check In machen. Man muss seine Kreditkarte am Schalter vorzeigen. Für das Handgepäck erhält man beim Check-In ein Schildchen (ähnlich Namensschild) der Airline, das man unbedingt am Handgepäck (an jedem Gepäckstück) befestigen muss.</p>
<h2>Sicherheitskontrolle und Kontrolle des Handgepäcks: Bordkarte parat haben</h2>
<p>Die Kontrolle des Handgepäcks und der Passagiere findet getrennt nach Geschlecht statt. Hierfür gibt es getrennte Schlangen. Die Männerschlange ist oft lang, bei den Frauen ist weniger los. Frauen werden in Kabine mit geschlossenem Vorhang von anderen Frauen kontrolliert. Die Männer sind nicht in einer Kabine. Nach der Personenkontrolle wird ein Stempel auf die Bordkarte gemacht, daher hier unbedingt Bordkarte in die Hand nehmen und nicht mit dem Handgepäck durchscannen lassen.</p>
<p>Wenn das Handgepäck erfolgreich kontrolliert wurde, wird ein Stempel auf den beim Check-In erhaltenen Anhänger gemacht. Daher muss der Anhänger unbedingt vorhanden sein. Bei Einsteigen kontrolliert nochmal jemand, ob der Anhänger vorhanden und abgestempelt ist. Unbedingt drauf achten, dass man den Anhänger nicht verliert, sondern immer am Handgepäck hat. Bei Einsteigen wird ganz normal die Bordkarte kontrolliert, es kann jedoch auch sein, dass beim Aussteigen nochmal die Bordkarte kontrolliert wird. Die Bordkarte also nicht vermüllen, sondern gut wegräumen. Die will immer mal wieder jemand sehen.</p>
<h2>Alles dauert lange!</h2>
<p>Beim Fliegen benötigt man überall Geduld, in Indien aber noch ein wenig mehr. Es gibt immer mal wieder eine Kontrolle mehr, oder eine Person mehr, die irgendwas Spezielles guckt (Bordkarte, abgestempeltes Handgepäck o.ä.). Ein Beispiel: die Bordkarte wird maschinell eingelesen. Keine 10 Meter weiter steht eine weitere Person, die nochmal von jedem die Bordkarte manuell kontrolliert.</p>
<p>Bei der Zeitplanung sollte man das immer berücksichtigen. Nichts geht schnell, man braucht immer noch etwas mehr Zeit, es kann immer irgendwo eine Schlange wegen eine zusätzlichen Kontrolle sein. Egal wie viel los ist und wieviele Leute warten, schneller wird nicht kontrolliert. Es ist immer langsam.</p>
<p>Die für uns unerwarteten Schlangen waren vor dem Flughafen Goa und bei der Einreise in Mumbai. Bei der Einreise waren vor uns nur 3 Personen, wir standen aber trotzdem über eine Stunde in der Schlange. Ich würde in Indien nie knappe Anschlussflüge buchen oder zu kurz vorher am Flughafen ankommen.</p>
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		<title>Reisetipps Indien</title>
		<link>https://www.travelspotting.de/reisetipps-indien/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Eva]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Nov 2017 18:55:35 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Indien – ein extreme Herausforderung, eine Grenzerfahrung sonders gleich. Das ist definitiv so. Man muss hier einiges, was man von daheim kennt über Bord werfen und bereit sein, sich auf Neues einzulassen. Das ist es auch, was Indien ausmacht, und warum man herkommen sollte. Damit das jedoch gelingt und man seinen Indien Aufenthalt positiv abschließt,&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Indien – ein extreme Herausforderung, eine Grenzerfahrung sonders gleich. Das ist definitiv so. Man muss hier einiges, was man von daheim kennt über Bord werfen und bereit sein, sich auf Neues einzulassen. Das ist es auch, was Indien ausmacht, und warum man herkommen sollte. Damit das jedoch gelingt und man seinen Indien Aufenthalt positiv abschließt, hier einige Vorschläge, wie es klappen könnte.</strong></p>
<h2>Andere Kultur In Indien</h2>
<p>In Indien herrscht eine andere Kultur und andere Regeln als in Deutschland. Oft sind diese Dinge in Indien nicht einheitlich oder für das komplette Land gültig geregelt. Es gilt, sich dieser Kultur anzupassen und die Regeln zu akzeptieren.</p>
<h2>Bei Reizüberflutung Pause machen</h2>
<p>Indien ist eine komplette Reizüberflutung. Es gibt unendlich viele Impressionen, man sieht ein Leben das völlig anders als in Europa oder der USA ist. Hier hat jeder einen anderen Punkt der Reizüberflutung, jeder wird diesen Punkt irgendwann in Indien mal erreichen. Daher gilt es, wenn man eine Pause benötigt, diese auch zu machen. Sei es durch einen gemütlichen Nachmittag im eher westlichen Kaffee, im schicken Restaurant oder im Hotelzimmer. Auszeiten sind in Indien wichtig, sonst ist man irgendwann völlig erledigt. Daher unbedingt akzeptieren, wenn man seine Belastungsgrenze erreicht hat und dann eine Pause machen.</p>
<h2>Einschränkungen für Touristen: Kleidungsregeln für Frauen und Männer</h2>
<p>Die Freiheitsrechte der Frauen, die wir in Deutschland, Europa und im Westen insgesamt haben reisen nicht mit. Das muss man sich klar machen. Indien ist ein Land im Wandel, viele Inderinnen, vor allem jüngere, gebildete, begehren gegen starre Regeln auf. Das heißt, man wird immer wieder Inderinnen in knappen Kleidern, kurzen Hosen, Hotpants und Trägertops sehen. Das heißt aber nicht, dass es für Weiße in Ordnung ist, das auch zu tragen. Grundsätzlich sind die Bekleidungsregeln in Indien eher streng: Kleidung sollte lang, locker ansitzend und nicht zu figurbetont sein. Wie man das umsetzt, bleibt einem selbst überlassen. Für mich heißt es: Hosen bis über die Knie, keine Oberteile mit Ausschnitt, T-Shirts mit Ärmeln über die Schulter und niemals sichtbare BH-Träger. Aus meiner Sicht nicht gehen die typisch deutschen Sommeroutfits wie Wickelrock, ärmelloses Shirt und kurze Hosen. Nur weil es in Indien warm ist, heißt das nicht, dass alle im hochsommerlichen Outfit rumlaufen. Wenn es sehr warm ist, helfen Sandalen um die Wärme etwas zu bekämpfen. Am besten Sandalen statt Turnschuhe anziehen und es ist gleich deutlich angenehmer in den langen Hosen.</p>
<p>Männer können vieles anziehen, aber auch hier sollte man bekleidet bleiben und nicht ganz ohne T-Shirt rumlaufen. Auch zu kurze Hosen sind unüblich. Indische Männer sind tendenziell schick gekleidet, häufig in Stoffhose und Hemd. Daher sollte man nicht zu leger und casual aussehen. Hemden und T-Shirts sind in allen Varianten in Ordnung (solange sie Ärmel haben), Hosen sollten schon bis zu Knie reichen. Auch Männer können auf Sandalen ausweichen, wenn es zu warm ist. Ein typisches Urlaubs- oder Badeoutfit ist aber in allen Fällen unpassend.</p>
<p>Dennoch sollte man sich immer klar machen: in indischer Wahrnehmung steht zu viel sichtbare Haut immer für „quasi nackt“. Einfachste Lösung für beide Geschlechter ist: Jeans und T-Shirt. Damit liegt man nie falsch.</p>
<h2>Reisetipps und Einschränkungen für Frauen</h2>
<p>Tagsüber kann man aus meiner Sicht überall alleine laufen. Nachts sollte man aber etwas mehr aufpassen.</p>
<p>Es gibt immer wieder Nachrichten, dass in Indien Touristinnen vergewaltigt und sexuell belästigt werden. 100%ige Sicherheit gibt es nie, aber man kann das Risiko mit einigen Verhaltensmaßnahmen minimieren. Goa ist z.B. liberaler und die Dinge sind dort oft etwas einfacher. Das könnt Ihr <a href="https://www.travelspotting.de/strandurlaub-in-goa-was-gibt-es-zu-beachten/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a> nachlesen.</p>
<p><em>a.</em> Ich würde nicht alleine im Bikini rumlaufen, auch nicht am Strand. Ich gehe nur ins Wasser und zurück zum Hotelzimmer. Für indische Männer ist eine Frau im Bikini quasi nackt. Auch wenn es dem Stand der Feministenbewegung hier in Deutschland widerspricht, zu wenig Kleidung gilt hier immer noch als Aufforderung. Zum Sonnenbaden und Spaziergängen in Bikini ist Indien nicht das richtige Land.</p>
<p><em>b.</em> Grundsätzlich immer vorsichtig mit alleinstehenden Männern, die einen anquatschen. In Indien ist es höflich, bei einem Ehepaar nur mit dem Mann zu reden und die Frau gänzlich außen vor zu lassen (bei uns in Europa das Gegenteil). Ein Mann, der in Indien eine Frau anspricht, verhält sich für indische Verhältnisse schon sehr unhöflich und respektlos. Oder sie tun es, weil sie es aus den amerikanischen Filmen und Serien so kennen. Dennoch: nicht drauf eingehen! Von keinem Mann ansprechen lassen, bei niemanden mitfahren, nicht die Telefonnummer weitergeben und auf keinen Fall mit nach Hause gehen, egal wie freundlich das Angebot klingt („Ich fahr dich auf meinem Roller nach Hause“.) Sowas niemals machen!</p>
<p><em>c.</em> Nicht in der Öffentlichkeit trinken, betrunken sein und zu exzessiv feiern. Für solche Urlaube solltet ihr besser zum Ballermann, in Indien ist man für damit falsch (auch in Goa auf den Partystränden!). Wenn Alkohol, dann maximal im Hotel unter Freunden, niemals in der Öffentlichkeit. Besser wäre es, sich gar nicht zu betrinken. Eine betrunkene Frau ist für Inder eine Einladung! (Ich weiß, in Europa sehen wir solche Sätze als extrem antifeministisch an.)</p>
<p><em>d.</em> Wenn ihr den Weg sucht, oder Hilfe braucht, fragt das eigene Geschlecht. Frauen fragen nur Frauen und Männer nur Männer. Damit geht man auf Nummer sicher, und es kann gar nichts passieren.</p>
<h2>Was ist höflich und was ist unhöflich?</h2>
<p>Die meisten kulturellen Missverständnisse entstehen meiner Ansicht nach daraus, was als höflich gilt und was eben nicht. in Indien gilt es als unhöflich, nein zu sagen. Das heißt, ein direktes nein hört man praktisch nie. Das nein kommt nur sehr indirekt daher, wir verstehen es fast nicht. Beispiel: „Können wir auf skype reden? &#8211; Mein Laptop ist kaputt.“<br />
In Deutschland stellt man eine Frage einmal, erhält eine Antwort und so ist dann die Faktenlage. In Indien ändern sich die Fakten oft, wenn man mehrmals fragt, nachhakt und dranbleibt. Das wäre für deutsche Verhältnisse aufdringlich oder sogar bescheuert, ist in Indien aber normal. Daher energisch nachfragen, auch mehrmals um ans Ziel zu kommen.<br />
Insgesamt gilt, man muss energisch sein. Energisch heißt nicht unfreundlich oder unhöflich, sondern einfach nur entschlossen. Unsicherheit führt sofort dazu, dass man abgezockt oder reingelegt wird. Es ist nicht unhöflich, energisch zu sein. Das wäre es nur bei uns in Deutschland.</p>
<h2>Preise sind auf die Produkte gedruckt</h2>
<p>Preise für beispielsweise Wasser und Cola stehen auf den Flaschen. Wenn man die Flasche gekühlt kauft, darf sie ein ganz klein wenig teurer sein (1 – 2 Rupien). Mehr aber nicht. Wenn sonst irgendwas erzählt wird, ist es unwahr. Die Produkte kosten immer gleich, egal wo (außer im Restaurant, da kostet es, was auf der Karte steht). Aber alles andere, was erzählt wird ist unwahr! Wasserflaschen sind mit Plastik am Deckel versiegelt, fehlt das Siegel ist Leitungswasser in der Flasche (Stichwort für Flaschenwasser „Bisleri“)!</p>
<h2>Kontakt zwischen Männern und Frauen</h2>
<p>Der Umgang zwischen Männern und Frauen in der Öffentlichkeit in ein Anderer. Küssen und Zärtlichkeiten in der Öffentlichkeit sind unangemessen und sollten vermieden werden. Auch hier wird man indische Paare sehen, die genau das Gegenteil tun. Das sind aber indische Paare, die sich gegen ihre eigenen Regeln wenden. Für Deutsche/Weiße gilt das nicht. Es ist besser, sich hier sehr zurückzuhalten.</p>
<p>Als Paar auf Reisen und nicht verheiratet? Macht es euch einfacher und behauptet einfach, ihr seid verheiratet. Das macht erleichtert das Leben in Indien sehr. Der Respekt vor Ehe und Familie ist sehr hoch, höher als bei uns.</p>
<h2>Vorankommen dauert in Indien: Rikschas, Busse, und wenig öffentlicher Personennahverkehr</h2>
<p>Immer berücksichtigen müsst ihr: die Wege in Indien sind lang, es dauert bis man von A nach B kommt. Gerade Überlandfahrten sind wirklich anstrengend und ziehen sich sehr in die Länge. Es fahren immer noch sehr viele langsame Fahrzeuge durch die Gegend (Rikschas, große LKWs, aber auch Fahrräder und Holzkarren). Nicht unterschätzen, wie lange man braucht. Für lange Fahrten gibt es Nachtbusse („Sleeper Busses“), die sind recht gut um die die Zeit rumzukriegen und nicht sehr teuer.</p>
<p>In den großen Städten gibt es keinen öffentlichen Personennahverkehr wie wir ihn aus Europa und den USA kennen. Es gibt immer wieder Bauvorhaben für U-Bahnen (Stichwort Metro), aber flächendeckend angeschlossen sind die großen Städte nicht. Man kann überall Bus, Rikscha und Taxi fahren. Der Verkehr ist aber völlig chaotisch. Es dauert auch hier einfach seine Zeit von A nach B zu kommen.</p>
<p>Sofern man einen Flughafen in der Nähe hat, kann man Fliegen. Es gibt einige indische Billigairlines (Spicejet, Indigo, Air Asia usw.) und man kann so größere Strecken am besten zurücklegen. Die Flüge haben sich stark verbessert und laufen inzwischen recht reibungslos. Es werden immer mehr indische Flughäfen gebaut und man kann so schon recht viele Orte erreichen.</p>
<h2>Man wird Fotografiert</h2>
<p>Man muss damit rechnen immer mal wieder fotografiert zu werden. Manchmal ungefragt, manchmal wird man angesprochen um ein Gruppenfoto mit fremden Personen zu machen. Nein sagen geht natürlich immer. Ich fand es immer unangenehm, nur aufgrund meiner Hautfarbe interessant zu sein, und will das mit den Gruppenfotos am liebsten gar nicht. Das muss aber jeder selbst entscheiden.</p>
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		<title>Warum sollte ich nach Indien?</title>
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		<pubDate>Mon, 05 Jun 2017 08:45:16 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Nach all den negativen Einträgen, Warnungen und Hinweise ist ein positiver Artikel dringend fällig. Ich versuche Antworten auf die Frage zu finden: warum sollte ich nach Indien reisen? Toleranz und gute Laune in völligem Chaos Indien ist ein extrem tolerantes Land. Die Menschen sind gut gelaunt und freundlich. Es herrscht immer völliges Chaos, aber am&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Nach all den negativen Einträgen, Warnungen und Hinweise ist ein positiver Artikel dringend fällig. Ich versuche Antworten auf die Frage zu finden: warum sollte ich nach Indien reisen?</strong></p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-2561" src="https://www.travelspotting.de/wp-content/uploads/2018/04/India_Snake2.jpg" alt="" width="1080" height="810" srcset="https://www.travelspotting.de/wp-content/uploads/2018/04/India_Snake2.jpg 1080w, https://www.travelspotting.de/wp-content/uploads/2018/04/India_Snake2-300x225.jpg 300w, https://www.travelspotting.de/wp-content/uploads/2018/04/India_Snake2-768x576.jpg 768w, https://www.travelspotting.de/wp-content/uploads/2018/04/India_Snake2-1024x768.jpg 1024w, https://www.travelspotting.de/wp-content/uploads/2018/04/India_Snake2-450x338.jpg 450w, https://www.travelspotting.de/wp-content/uploads/2018/04/India_Snake2-900x675.jpg 900w" sizes="(max-width: 1080px) 100vw, 1080px" /></p>
<h2>Toleranz und gute Laune in völligem Chaos</h2>
<p>Indien ist ein extrem tolerantes Land. Die Menschen sind gut gelaunt und freundlich. Es herrscht immer völliges Chaos, aber am Ende klappt alles irgendwie. Wir benötigen Pläne und Struktur im Tagesablauf. In Indien gibt es das nicht. Für uns ist es eine Lektion, die Zügel locker zu lassen, die Dinge laufen zu lassen und zu sehen was am Ende dabei rauskommt. Es ist nicht möglich alles zu kontrollieren und alles im Griff zu haben. Das spürt man in Indien ganz deutlich.</p>
<h2>Land der Gegensätze</h2>
<p>Indien ist ein Land der Gegensätze: arm gegen reich (auch sehr arm gegen sehr reich), verschiedenen Religionen (Hindu, Moslems, Christen, Buddhisten, Jain, Parsi, Sikh), unterschiedliche Identitäten (unterschiedliche Sprachen in den Bundesstaaten) und unterschiedlicher Lebensstile. Der Werbeslogan von Indien lautet „united in diversity“ – also vereinigt in Unterschiedlichkeit. Was das bedeutet, kann man sich erst vorstellen, wenn man dort war. Es herrscht größtenteils ein friedliches Miteinander von völlig unterschiedlichen Lebensstilen und Lebensvorstellungen.</p>
<p><img decoding="async" class="alignnone wp-image-2562" src="https://www.travelspotting.de/wp-content/uploads/2018/04/India_Camel_Wagon.jpg" alt="" width="670" height="505" srcset="https://www.travelspotting.de/wp-content/uploads/2018/04/India_Camel_Wagon.jpg 1080w, https://www.travelspotting.de/wp-content/uploads/2018/04/India_Camel_Wagon-300x226.jpg 300w, https://www.travelspotting.de/wp-content/uploads/2018/04/India_Camel_Wagon-768x579.jpg 768w, https://www.travelspotting.de/wp-content/uploads/2018/04/India_Camel_Wagon-1024x772.jpg 1024w, https://www.travelspotting.de/wp-content/uploads/2018/04/India_Camel_Wagon-450x339.jpg 450w, https://www.travelspotting.de/wp-content/uploads/2018/04/India_Camel_Wagon-900x678.jpg 900w, https://www.travelspotting.de/wp-content/uploads/2018/04/India_Camel_Wagon-370x280.jpg 370w" sizes="(max-width: 670px) 100vw, 670px" /></p>
<h2>Demut und Bescheidenheit</h2>
<p>Indien macht demütig, man lernt viele Lektionen fürs eigene Leben. Mir wurde klar, wie dekadent wir teilweise leben. In Indien ist man froh über fließendes Wasser, für uns ist eine kalte Dusche eine Katastrophe. Inder sind oft viel glücklicher als wir, auch wenn sie viel weniger haben. Materielles ist nicht wichtig, um glücklich zu sein.</p>
<h2>Kolonialisierung als Verbrechen an der Menschheit</h2>
<p>Wir sehen was die Kolonialisierung, das große Verbrechen des Westens am Rest der Welt, gemacht hat. Den Indern wurde eine neue Sprache auf erzwungen (Englisch), es wurde ihnen gesagt, was richtig und was falsch ist. Richtig ist dabei natürlich nur der Vorstellung des Westens entsprechend, alles andere ist falsch. Dabei hat auch Indien seine Wege Dinge zu tun, von diesen Dingen können wir lernen. Es ist nicht alles besser im Westen und schlechter in Indien, oft ist es auch andersrum.</p>
<h2>Armut</h2>
<p>Was theoretisch klar ist: der Westen ist nur reich, weil andere arm sind. Das wird hier nochmal sehr deutlich. Es gibt auch extrem reiche Inder, aber eben auch Armut und Bettler in einem Ausmaß, wie wir das in Europa nicht kennen. Die Deutschen haben vergessen was Armut, wirkliche Armut, ist. Indien hilft einem, das zu lernen.</p>
<h2>Umgang mit Emotionen</h2>
<p>In Deutschland gibt es nur einen akzeptierten Umgang mit Emotionen: runterschlucken und nicht zeigen. Wer im Berufsleben emotional reagiert, beispielsweise mit Tränen, wird nie wieder ernst genommen. Emotionen kanalisieren wir beim Sport (vor allem Fußball), meist als Zuschauer oder bei großen öffentlichen Festen (Dinge wie Oktoberfest), sonst praktisch nie. Weitere gesellschaftlich akzeptierte Formen gibt es nicht. Emotional ist für uns negativ besetzt.</p>
<p>Nicht in Indien: hier reagiert jeder emotional, positiv wie negativ. Die komplette Gesellschaft funktioniert über Emotionen. Wenn es einem gelingt, sich darauf einzulassen ist das eine ganz krasse Erfahrung. Man lernt, das was in einem vorgeht, darf nach außen getragen werden. Ein völlig neues, völlig anderes Leben.</p>
<h2>Effizienz und Langsamkeit</h2>
<p>Wie heißt es so schön: die Entdeckung der Langsamkeit. In Indien gehen die Dinge langsamer, ganz allgemein aber auch ganz konkret. In Deutschland sind wir auf Effizienz, Schnelligkeit und die „keine Zeit“ Mentalität getrimmt. Langsam ist schlecht, ineffizient ist nervig. Indien ist eine Chance das zu überdenken, und anders zu leben.</p>
<p>Das Land läuft langsamer, ganz wörtlich alle gehen langsamer den Gehweg entlang. Wenn man hier versucht in „deutscher“ Geschwindigkeit entlang zu marschieren, ist das anstrengend, unnötig anstrengend und führt zu gar nichts. Besser langsamer machen, in der Geschwindigkeit agieren, in der das Land agiert. Es ist nicht schlimm, wenn Dinge länger brauchen und langsamer erledigt werden. Es ist sogar angenehm, Zeit zu haben und nicht immer in Hektik und unter Zeitdruck zu sein. Dafür muss man einiges an Ungeduld über Bord werfen.</p>
<h2>Lebensfreude und Geduld</h2>
<p>Es gibt einen Lebensstil außerhalb der westlichen Normen und Ideen. Dieser Lebensstil kann uns vieles beibringen, zum Beispiel Lebensfreude aber auch Geduld und Zufriedenheit. Das haben wir im Westen schon fast verlernt.</p>
<p>In Indien herrscht eine Lebensfreude, die unglaublich ist. Am deutlichsten wird das beim Tanzen. In Indien gibt es keine Nicht-Tänzer. Alle stürmen auf die Tanzfläche, keiner macht sich Gedanken, ob es peinlich ist und alle tanzen so wie sie gerade möchten. In einem Club wurde mal lauter mitgesungen als die Musik der Anlage gespielt hat. Sowas ist in Deutschland unvorstellbar. Hier warten immer alle, bis jemand die Tanzfläche eröffnet wird. Das gibt es in Indien nicht, da stürmen einfach alle los. Jeder tanzt, von jung bis alt und alle haben Spaß.</p>
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		<title>Eine Reise in Indien selbst buchen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Eva]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 May 2017 17:51:13 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Die Reisen der Reisebüros sind zu teuer? Es gibt nur Angebote für Reisegruppen nach Rajastan? Du möchtest nicht unbedingt in einer Reisegrupe reisen? Dann bleibt nur die Möglichkeit, das Reiseziel selbst auszuwählen und alle Elemente selbst zu buchen. Hierzu einige Idee und Vorschläge&#8230; Auswahl des Ziels: Weniger ist Mehr Indien ist riesig und man kommt&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Reisen der Reisebüros sind zu teuer? Es gibt nur Angebote für Reisegruppen nach Rajastan? Du möchtest nicht unbedingt in einer Reisegrupe reisen? Dann bleibt nur die Möglichkeit, das Reiseziel selbst auszuwählen und alle Elemente selbst zu buchen. Hierzu einige Idee und Vorschläge&#8230;</strong></p>
<p><img decoding="async" class="alignnone wp-image-2550" src="https://www.travelspotting.de/wp-content/uploads/2018/04/Taj_Mahal1.jpg" alt="" width="670" height="503" srcset="https://www.travelspotting.de/wp-content/uploads/2018/04/Taj_Mahal1.jpg 1080w, https://www.travelspotting.de/wp-content/uploads/2018/04/Taj_Mahal1-300x225.jpg 300w, https://www.travelspotting.de/wp-content/uploads/2018/04/Taj_Mahal1-768x576.jpg 768w, https://www.travelspotting.de/wp-content/uploads/2018/04/Taj_Mahal1-1024x768.jpg 1024w, https://www.travelspotting.de/wp-content/uploads/2018/04/Taj_Mahal1-450x338.jpg 450w, https://www.travelspotting.de/wp-content/uploads/2018/04/Taj_Mahal1-900x675.jpg 900w" sizes="(max-width: 670px) 100vw, 670px" /></p>
<h2>Auswahl des Ziels: Weniger ist Mehr</h2>
<p>Indien ist riesig und man kommt grundsätzlich langsam voran. Am besten ein Ziel auswählen, sich hier genug Zeit nehmen und dort alles angucken. Zu viele Punkte in Indien anreisen ist sehr anstrengend und oft nicht machbar. Hier gilt: weniger ist mehr. Sucht euch eine oder zwei Ecken im Land aus, geht dorthin und kommt für andere Ziele lieber nochmal wieder.</p>
<h2>Buchungen: Auch Freiraum lassen, es geht auch völlig ohne Buchung</h2>
<p>Wir Deutschen planen gern. Eigentlich möchten wir alles fertig geplant haben, bevor wir in den Urlaub fahren. Indien ist aber eine gute Gelegenheit, die Zügel locker zu lassen und teilweise auch komplett ohne Buchung unterwegs zu sein. Man kann in die Hotels reinspazieren und nach einem Zimmer fragen. Es ist völlig normal sich das Zimmer zeigen zu lassen und dann zu entscheiden, ob man bleibt oder nicht. Das klappt nur in der absoluten Hochsaison nicht (beispielsweise in Goa an Weihnachten/Silvester). Ansonsten gibt es aber immer freie Kapazitäten und man kommt immer irgendwo unter. Ich hab die besten und günstigsten Hotels oft vor Ort gefunden. Ich empfehle nur zu buchen, wenn man sehr früh oder sehr spät ankommt, wenn man von der Anreise übermüdet ist oder ein bestimmtes Hotel haben möchte.</p>
<h2>Inlandsflüge und Flughäfen</h2>
<p>Inlandsflüge: Kann man online buchen, ist recht simple. Kosten für gewöhnlich wenig und klappen inzwischen gut (Spicejet, Indigo, Goair, Air Asia, Air India).</p>
<p>Flughäfen: Die Flughäfen in Indien sind inzwischen weitestgehend organisiert wie alle Flughäfen weltweit. Es gibt Restaurants, Cafés und Einkaufsmöglichkeiten. Das funktioniert alles recht gut inzwischen. Es gibt aber ein paar Besonderheiten.</p>
<h2>Buchungsportale: Yatra und MakemyTrip</h2>
<p>Die großen Buchungsportale gehen natürlich immer (<a href="http://www.booking.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">booking.com</a>, <a href="http://www.hrs.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hrs.com</a>). Es gibt aber auch eigene indische Buchungswebsites, mit denen man oft günstiger unterwegs ist und mehr Angebote findet (<a href="http://www.makemytrip.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">makemytrip.com</a>, <a href="http://www.yatra.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">yatra.com</a>). Ich buche eigentlich alles über diese Seite, hab da oft schon Rabatt gekriegt und geklappt hat es immer.</p>
<h2>Autofahren in Indien: Besser Nicht</h2>
<p>Autofahren in Indien ist definitiv keine gute Idee. Man kann hier nicht selber fahren, es ist nicht machbar. Der Verkehr ist zu dicht und zu chaotisch. Wenn man gerne unabhängig unterwegs ist, ist die beste Methode einen Fahrer zu engagieren. Fahrer warten an den Flughäfen auf Touristen um diese mehrere Tage herumzufahren. Ganz günstig ist das nicht, man muss ca. 120 Euro für 3 Tage rechnen. Es ist aber sehr unstressig, da man nicht auf den Bus warten muss, und der Fahrer ortskundig ist und einem oft auch Hotels und Sehenswürdigkeiten zeigen kann. In den Bergen des Nordens würde ich hier definitiv zuraten, die Straßen können nur einheimische Fahrer bewältigen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-2551" src="https://www.travelspotting.de/wp-content/uploads/2018/04/Indian_Traffic1.jpg" alt="" width="670" height="503" srcset="https://www.travelspotting.de/wp-content/uploads/2018/04/Indian_Traffic1.jpg 1080w, https://www.travelspotting.de/wp-content/uploads/2018/04/Indian_Traffic1-300x225.jpg 300w, https://www.travelspotting.de/wp-content/uploads/2018/04/Indian_Traffic1-768x576.jpg 768w, https://www.travelspotting.de/wp-content/uploads/2018/04/Indian_Traffic1-1024x768.jpg 1024w, https://www.travelspotting.de/wp-content/uploads/2018/04/Indian_Traffic1-450x338.jpg 450w, https://www.travelspotting.de/wp-content/uploads/2018/04/Indian_Traffic1-900x675.jpg 900w" sizes="auto, (max-width: 670px) 100vw, 670px" /></p>
<h2>Öffentlicher Transport: Rikscha und Busse</h2>
<p>Indien ist weitestgehend ohne U-Bahnen oder Straßenbahnen, nicht vergleichbar mit den Bahnnetzen, die wir so kennen. In einigen Städten passiert viel (Pune, Delhi), in Delhi wird beispielsweise eine Hochbahn gebaut. In Mumbai gibt es für Pendler Züge von Nord nach Süd. Dennoch, das sind Ausnahmen. Man sollte damit rechnen, dass es keine Nahverkehrszüge gibt.</p>
<p>Für kurze Strecken bietet sich die Rikscha an. Das sollte man mindestens einmal in Indien gemacht haben. Am besten vorab in dem Fahrer auf den Preis einigen, dann kriegt man später keinen Ärger. Rikschas sind in Indien überall, es gibt noch vereinzelt Fahrradrikscha. Der Großteil ist aber motorisiert und fährt einigermaßen flott, wenn auch laut knatternd durch die Gegend. Nachts ist der Bus aber sicherer, für Alleinreisenden gilt nachts lieber den Bus nehmen.</p>
<p>Busse fahren überall und sind sehr günstig. Es gibt Busse innerhalb der Städte, aber auch für Überlandfahrten. Die Busse haben sehr unterschiedliche Standards, die besten haben Klimaanalage („AC“), darunter gibt es jede Form von Bus. Unter Umständen können diese recht voll sein, manchmal stehen auf Personen in der Tür, auf der Stoßstange und sitzen auf dem Dach. Für lange Fahrten von einem Ort zu anderen gibt es Sleeper Busse, die sind recht bequem und auch nicht teuer.</p>
<h2>Züge für längere Strecken vorab buchen</h2>
<p>Züge fahren auch überall, sind aber oft ausgebucht. Zugfahrkarten sollte man daher vorab auf den Buchungsportalen (siehe oben) buchen. Sehr lange Zugfahrten (beispielsweise von Delhi nach Mumbai, 20 Stunden für 1500 Kilometer) waren nie so mein Fall. Ich würde hier lieber fliegen. Die kleinen Lokalzüge machen allerdings Spaß. Man kann an der offenen Tür sitzen und rausgucken. Da entsteht ein Gefühl von Freiheit und Lockerheit, das man so in Deutschland nie hat. Richtig schnell kommt man hier allerdings auch nicht voran. Die Züge in Mumbai (vom Nordmumbai in den Süden der Stadt) sind allerdings eine häufige Pendelstrecke und unglaublich voll. Es gibt Abteile für Frauen (Ladies Compartments) und Abteile für alle.</p>
<p>Dinge, auf die man sich in Indien einstellen sollte:</p>
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<li style="list-style-type: none;">
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<li>Es ist laut! Alle Fahrzeuge hupen die komplette Zeit. Die Inder selber sind auch eher laut. Es ist kein Ziel leise zu sein. Laut ist Lebensfreude, laut ist gut, laut ist normal. Ich brauche nachts immer Ohrstöpsel, für mich das wichtigste Utensil in Indien.</li>
<li>Es ist dreckig! Müll liegt überall, wird einfach weggeschmissen, egal wo man sich befindet und so entsteht überall irgendwie Dreck.</li>
<li>Es ist heiß! Außerhalb der Bergregionen im Norden, ist es in Indien meistens heiß. Die Inder gehen mittags alle nach Hause oder in den Schatten, eine lange Mittagspause in völlig normal. Dafür sind alle früh morgens und lange abends unterwegs. Hier nicht unterschätzen, wie heiß es ist. Das bedeutet, genug Wasser trinken, Sonnenbrille und Sonnencreme dabei haben und vor allem langsam und gemütlich laufen.</li>
<li>Inder stehen nicht geduldig in der Schlange an, sie drängeln. Man wird oft abgedrängt und weggeschubst. Geduldig warten, bis man dran ist, ist nicht üblich. Es gibt auch oft extra Schalter und Schlangen für Damen. Zuerst dachte ist, die sind unnötig. Das ist aber nicht so, eng an eng gedrängt mit vielen indischen Männern zu stehen ist nicht sehr angenehm. Schlangen für Frauen machen es hier deutlich einfacher.</li>
</ul>
</li>
</ul>
<p>Wem das hier zu negativ klingt. Das ist es nicht. Es sind nur Dinge auf die man sich einstellen sollte, Gründe nach Indien zu gehen finden sich <a href="https://www.travelspotting.de/en/warum-sollte-ich-nach-indien/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a>.</p>
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